FDP Hohen Neuendorf

Samstag, 19. Mai 2012
01.03.2010 01.03.2010

Lärmschutz auf der A 10 verbessern

Die FDP Hohen Neuendorf fordert verstärkte Lärmschutzmaßnahmen auf der A 10 zwischen Mühlenbeck und Oranienburg. „Die Lärmbelastung wird von vielen Anwohnern in den Bereichen Bergfelde, Birkenwerder und Borgsdorf als zu hoch empfunden“, erklärt FDP Sprecher Christian Erhardt-Maciejewski die Forderung. Er schlägt  u.a. den Einbau eines lärmmindernden offenporigen Asphalts auf der Strecke vor. Außerdem soll aus Sicht der Liberalen geprüft werden, inwieweit passive Lärmschutzmaßnahmen wie etwa Schallschutzfenster für besonders betroffene Anwohner, Abhilfe schaffen können.

Gleichzeitig bezeichnet die FDP die bisher vorgeschlagene Lösung des Problems durch ein Tempolimit als „Augenwischerei“. „Eine Studie des Bundesverkehrsministeriums hat belegt, dass auf Strecken, auf denen es bisher keine unfalltechnischen Probleme gab, die Zahl der Unfälle durch ein Tempolimit sogar steigen kann“, so Erhardt-Maciejewski. Mit einem Tempolimit würde also möglicherweise Sicherheit aufs Spiel gesetzt

„Wer Tempolimits aus umwelttechnischen Gründen fordert, der lügt fahrlässig“, so der Liberale. Bei Tempo 120 bundesweit auf Autobahnen würde der Spritverbrauch nach Aussage der FDP bundesweit um 0,6 Prozent sinken. „Ganz ehrlich, da könnte ich besser ein Verbot der Fußball-Bundesliga fordern, das spart mehr Energie ein“, so Erhardt-Maciejewski. Aus Lärmschutzsicht könne allenfalls ein Tempolimit für LKW in den Nachstunden Sinn machen, da diese den meisten Lärm verursachten.

Der FDP Abgeordnete zeigt sich erfreut über Signale anderer Parteien. „Es gibt mehrere Stadtverordnete in Hohen Neuendorf, die ein Tempolimit ebenfalls kritisch sehen und lieber wirklichen Lärmschutz wünschen. Es ist gut, wenn wir nun in den Ausschüssen die verschiedenen Möglichkeiten sachlich diskutieren können. Ideologische Scheuklappen bringen uns nämlich nicht weiter“, so Erhardt-Maciejewski. 

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