Jugendarbeit mit Verantwortung statt nur nach Kassenlage
Die FDP Hohen Neuendorf kritisiert die geplanten Kürzungen im Jugendbereich als „sinnlosen Kahlschlag nach der Rasenmähermethode“. Hintergrund sind Kürzungspläne der Verwaltung. Demnach soll etwa der Kinder- und Jugendtreff in Borgsdorf statt der bisherigen Förderung von rund 100.000 Euro in diesem Jahr nur noch 40.000 Euro an Zuschüssen bekommen. „Ich finde es unerträglich, erst ein solches Projekt einzurichten, mit viel Geld und noch weit mehr Engagement vieler Eltern zum Laufen zu bringen und dann nach nur 3 Jahren faktisch wieder einzustellen“, ärgert sich der FDP-Stadtverordnete Christian Erhardt-Maciejewski. Eine pädagogisch sinnvolle Arbeit ist aus seiner Sicht mit den niedrigen Zuschüssen nicht mehr möglich, zumal alleine die Mietkosten einen Großteil der Kosten auffressen würden.
„Ziel muss eine Förderung der unterschiedlichen Vereine der Jugendarbeit nach Konzepten und Akzeptanz durch die Jugendlichen sein“, erklärt Erhardt-Maciejewski. So leiste das Lückeprojekt in Borgsdorf hervorragende pädagogische Arbeit, ganz im Gegensatz zum Jugendzentrum Wasserwerk in Hohen Neuendorf. „Das dortige Jugendzentrum verschlingt jährlich sehr viel Geld, Miete muss der Träger im Gegensatz zu den Borgsdorfern nicht zahlen. Fragt man dort aber nach einem Konzept oder nach konkreten Zielvorgaben, so bekommt man nur heiße Luft zur Antwort“, so der Liberale. Das dortige Kuratorium leiste zwar gute Arbeit, so Erhardt-Maciejewski. „Die Leitung nimmt ihre Verantwortung aber nicht wahr, eine Zuweisung ohne vorhandenes schlüssiges Konzept ist nicht gerechtfertigt“. Solche Unterschiede müssten politisch bewertet und bei der Finanzplanung entsprechend berücksichtigt werden.
„Ich werde mich daher in den Haushaltsverhandlungen dafür einsetzen, dass das Lücke-Projekt in Borgsdorf seine wertvolle Arbeit in vollem Umfang weiter leisten kann“, kündigt der Liberale an. Aufgrund der Haushaltslage bedeute das im Gegenzug aber möglicherweise erhebliche Einschnitte oder gar die Schließung des Jugendzentrums in Hohen Neuendorf. Beim Lücke-Projekt in Hohen Neuendorf hingegen will der Liberale nicht kürzen. Das Projekt habe sich bisher bewährt.


