Investitionsstau auf der Datenautobahn
Wütend reagiert die FDP Hohen Neuendorf auf die jüngsten Äußerungen von Bürgermeister Hartung in Sachen Internetversorgung. „Unser Ombudsmann bekommt zu diesem Thema vor allem im Stadtteil Borgsdorf fast täglich Anfragen von Bürgern. Und der Bürgermeister erklärt lapidar, die Verhandlungen mit der Telekom hätten zu keinem Ergebnis geführt“, ärgert sich FDP Sprecher Christian Erhardt-Maciejewski.
Die Landesregierung gehe sogar noch weiter und behaupte, Hohen Neuendorf und seine Ortsteile seien zu 100 Prozent versorgt.
Hartung hatte erklärt, es sei auch nicht Aufgabe der Verwaltung, Telefonleitungen zu verlegen. „In unserer Stadt liegt überwiegend Glasfaser, es wird nur nicht genutzt“, erwidert Erhardt-Maciejewski. Die Kabel würden überwiegend zum Telefonieren genutzt, aber nicht für schnelles Internet. „Das ist, als würden Sie einen einzigen Joghurtbecher mit einem 40 Tonner transportieren“, so Erhardt-Maciejewski.
„Herr Hartung muss endlich Verhandlungen mit allen Anbietern führen und uns dann vorlegen, wie hoch die Kosten sind, dann kann politisch entschieden werden, ob die Stadt evtl. Geld beisteuern muss“, so Erhardt-Maciejewski. Und weiter: Wenn wir das Geld unserer Kinder ausgeben, dann bitte für zukunftsfähige Technologien und nicht nur für die Wärmedämmung von Kitas und Schulen“.
Wer Schotterpisten statt einer Datenautobahn anbiete, müsse sich nicht wundern, wenn der Zuzug abflaue und die Wirtschaft andere Standorte suche. Daher müsse der Stau auf der Datenautobahn endlich aufgelöst werden.
DSL und UMTS hält der FDP Abgeordnete ebenfalls nur für Übergangslösungen.
„Glasfaser ist etwa 25 Millionen Mal schneller als herkömmliche ISDN Leitungen. Die Asiaten machen uns das bereits vor“, fordert Erhardt-Maciejewski die Stadt zum Handeln auf.


