FDP Hohen Neuendorf

Samstag, 19. Mai 2012
14.10.2009 14. Oktober 2009

Hartung verunglimpft künftige Bürgermeister

„Wie kann ich zufrieden sein, wenn in den Nachbargemeinden die Rechten gewinnen“? Mit diesen Worten hatte Hohen Neuendorfs Bürgermeister Hartung auf die Wahlsiege des parteilosen Norbert Hagen in Birkenwerder und des FDP Politikers Hans-Günther Oberlack in Glienicke reagiert.

 

„Wir sind menschlich zutiefst enttäuscht“ reagieren die beiden künftigen Bürgermeister auf die Worte. Hartung werfe auf seine künftigen Amtskollegen bereits mit Schlamm, noch bevor die Zusammenarbeit überhaupt begonnen habe, erklärt auch der Stadtverbandsvorsitzende der FDP in Hohen Neuendorf, Klaus Schuster.

„Ein Bürgermeister, der FDP und CDU mit Nazis vergleicht, gehört nicht in dieses Amt“, wird Schuster deutlich.

 

Hagen und Oberlack fordern von Hartung eine öffentliche Entschuldigung. „Das ist das Mindeste, was wir erwarten müssen, um eine Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit unter Kollegen zu erreichen“, so Hagen.

Dieser Fehlgriff sei ein denkbar schlechter Start für die künftige Zusammenarbeit gewesen und müsse durch eine klare Entschuldigung aus dem Weg geräumt werden, erwartet auch Oberlack.

 

Für die FDP Hohen Neuendorf reiht sich die jüngste Verunglimpfung in eine Reihe von Äußerungen Hartungs ein, die ihn „als Chef des Rathauses klar disqualifizierten“.

„Mal wirft uns Herr Hartung vor, wir würden Straßenbeleuchtungen nur dort fordern, wo ohnehin nur Wildschweine und FDP Politiker wohnten, dann befürwortet er öffentlich die Prügelstrafe in Schulen und jetzt beschimpft er Liberale als Nazis“, so Schuster.

 

Der künftige Glienicker Bürgermeister befürchtet durch die Entgleisung eine weitere „Entwertung“ des Begriffes „rechts“. „Wer das Wort, das eindeutig auf Rechtsradikale gemünzt ist, inflationär benutzt, bringt ausgerechnet die Nazis sprachlich in die Nähe von Demokraten, das kann ja wohl nicht das Ziel des Bürgermeisters gewesen sein“, so Oberlack. Birkenwerders künftiges Gemeindeoberhaupt hofft nun, „dass Hartung durch eine deutliche Richtigstellung doch noch den Weg für eine sachliche Zusammenarbeit ebnet“.

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