FDP fordert Gedenkstätte
FDP Mitglieder der Ortsverbände Birkenwerder und Hohen
Neuendorf gedachten am 13. August an der Gedenkstele in der Florastraße der
Mauertoten.
„Für uns als Liberale ist es unabdingbar, das Gedenken
wach zu halten und nicht zu vergessen, wozu totalitäre Regime fähig sind“, so
der Vorsitzende des Stadtverbandes Hohen Neuendorf, Klaus Schuster.
Ganz in der Nähe der Florastraße wurde im November
1980 die 18 jährige Marinetta Jirkowski bei ihrem Fluchtversuch erschossen.
gerichtet, die auf der Suche nach Freiheit ihre Heimat verlassen wollten. Die
Täter wurden belobigt und ausgezeichnet, die Opfer kriminalisiert“, erinnert
sich Schuster.
Die Freiheitsrechte des Einzelnen seien gerade vor
diesem Hintergrund ein besonders schützenswertes Gut. Daher setzt sich die FDP
Hohen Neuendorf für eine zentrale Gedenkstätte an der Florastraße ein. „Ich
wünsche mir eine bessere Würdigung derjenigen, die sich dem Widersinn der
innerdeutschen Grenze bis zur Maueröffnung ganz persönlich entgegengestellt
haben“, so Schuster. Ihnen zolle er höchsten Respekt.
Gleichzeitig kritisieren die Liberalen die offizielle
Gedenkveranstaltung der Stadt.
„Von offiziell kann gar nicht die Rede sein, nicht
einmal die Stadtverordneten wurden offiziell eingeladen“, ärgern sich Christian
Erhardt-Maciejewski, Abgeordneter der SVV, und Klaus Schuster. Und so habe die
Veranstaltung der Stadt den Anschein gehabt, als seien die Vertreter derjenigen
in der Überzahl gewesen, deren Diktatur vor 20 Jahren vom Volke weggefegt
wurde.


