Chance für mehr Lärmschutz vertan
Enttäuscht zeigt sich die FDP Hohen Neuendorf über die Ankündigung der Landesregierung, auf dem Autobahnabschnitt zwischen Birkenwerder und Mühlenbeck Tempo 100 für Autofahrer einzuführen. „Die Landesregierung macht es sich furchtbar leicht, wenn sie glaubt, damit das Lärmproblem für die Anwohner gelöst zu haben. Das große Erwachen wird kommen, sobald das Tempolimit gilt und kein einziger Anwohner nachts besser schlafen kann, als bisher“, so der FDP-Abgeordnete Christian Erhardt-Maciejewski. Die Maßnahme sei ein Feigenblatt, um sich die Anwohner vom Halse zu schaffen, aber keine wirkliche Lärmschutzmaßnahme.
Die Liberalen fordern u.a. den Einbau eines lärmmindernden offenporigen Asphalts auf der Strecke. „Das Land hätte den Anwohnern außerdem einen wirklichen Dienst erwiesen, wenn sie den Einbau von Schallschutzfenstern für besonders betroffene Bürger wenigstens geprüft hätte. Aber das wäre ja mit Arbeit und Geld verbunden gewesen, soweit geht die Liebe der Landesregierung zum Lärmschutz dann offenbar doch nicht“, so Erhardt-Maciejewski.
Mit der jüngsten Augenwischerei der Landesregierung sei die Region der Chance beraubt worden, einen wirklich nachhaltigen Lärmschutz zu bekommen. Außerdem setze das Land Sicherheit aufs Spiel, zitieren die Liberalen eine Studie des Bundesverkehrsministeriums, wonach es Strecken gibt, auf denen die Unfallgefahr durch Tempolimits steigt.
„Und wenn der Verkehrsminister dann auch noch ökologische Argumente für ein Tempolimit vorbringt, dann sei ihm gesagt, dass der Spritverbrauch durch solch ein Tempolimit um gerade mal 0,6 Prozent sinkt. Dann sollte er absurderweise auch die Fußball-Bundesliga abschaffen lassen, das spart mehr Energie ein“, so Erhardt-Maciejewski.


