Bürgermeister sollte Rücktritt erwägen
Der Rücktritt des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung ist aus Sicht der FDP nur die Spitze eines Eisberges. „Als Abgeordneter muss auch ich mir seit Monaten die Machenschaften und Intrigenspiele des Bürgermeisters bieten lassen“, so der FDP Stadtverordnete Christian Erhardt-Maciejewski. Das sei der Stadt Hohen Neuendorf unwürdig.
Er habe große Zweifel, ob Hartung als Bürgermeister überhaupt noch tragbar sei, so Erhardt-Maciejewski. Politisch wie menschlich habe Hartung auf ganzer Linie versagt.
Gleichzeitig bedauert er den Rückzug von Alwin Ziel. „Ihm gebührt mein größter Respekt für diesen Schritt, auch wenn ich ihn politisch für falsch halte. Seine Erfahrung und seine besonnene Art hat in manch hitziger Debatte des Stadtparlaments für die nötige Sachlichkeit gesorgt“, so der Liberale.
Es sei der Falsche zurückgetreten.
Er ruft alle frustrierten Abgeordneten der SVV dazu auf, nicht ebenfalls den Rückzug zu erwägen. „Seien wir doch mal ehrlich. Dieses Stadtparlament wird durch 2 Personen ad absurdum geführt. Der eine ist der Grüne Abgeordnete Christian Goetjes, der andere der Bürgermeister“. Die spätpubertären Gebärden des Einen und die unwürdigen Intrigen des anderen seien Gift für die Stadt.
„Goetjes und Hartung warten doch nur darauf, dass möglichst viele gestandene Persönlichkeiten das Parlament verlassen, um ihre primitiven Machtgelüste endlich ungehindert ausleben zu können“, so Erhardt-Maciejewski. Das Stadtparlament sei aber kein Spielplatz für Menschen, die sonst offenbar in ihrem Leben nicht ausgelastet sind.
„Nur, wenn der Rückzug des Vorsitzenden zu einem wirklichen Umdenken bei den beiden Protagonisten führt, hat er doch noch etwas Gutes“, so der FDP Politiker. Andernfalls bleibe dem Stadtparlament nichts anderes übrig, als die beiden „möglichst häufig vor die Wand laufen zu lassen“.

