Bürgermeister bremst schnelles Internet aus
Schnelle Internetzugänge lassen in Teilen von Hohen Neuendorf weiter auf sich warten. Den Grund dafür sieht die FDP vor allem in der Haltung des Bürgermeisters. „Da stellt sich der Bürgermeister hin und erklärt allen Ernstes, schnelle Internetzugänge seien in Hohen Neuendorf doch schon überall möglich, nur halt nicht zu vernünftigen Preisen“, ärgert sich Erhardt-Maciejewski.
Er dementiert diese Darstellung scharf und meint: „UMTS bietet bei Weitem nicht die Datenübertragungsraten, die gerade kleine und mittelständische Unternehmen benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“. Und auch für zahlreiche Privatpersonen stelle diese Übertragung keine Alternative zu wirklich schnellen Verbindungen her.
Dabei habe gerade Hohen Neuendorf besonders gute Chancen, durch schnelle Internetleitungen auch neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Das gilt vor allem für Startups im Online-Bereich, viele Kreative zieht es aus Berlin ins Umland, sie können sich dank der datentechnischen Schotterpiste aber nicht in Hohen Neuendorf niederlassen“, so Erhardt-Maciejewski.
Er fordert die Stadt auf, endlich aktiver zu werden. „Asien macht uns vor, wie es geht, dort gibt es Internetleitungen, die sind 25 Millionen Mal schneller, als in Deutschland, gerade Brandenburg könnte hier ein Vorreiter in Deutschland werden“. Er verweist auf Modellprojekte, die u.a. vom Land Brandenburg gefördert werden. „Einen Antrag auf entsprechende Förderung für Hohen Neuendorf hat die Stadt bis heute nicht gestellt“, so Erhardt-Maciejewski. Der Bürgermeister setze einseitig auf eine Lösung durch Glasfaserkabel, statt intelligente Ansätze über Funkverbreitungen zu prüfen.


